Camping im Schnee

Beim Wort „Winterurlaub“ denken die meisten Menschen an das Gleiche: Ski fahren oder Rodeln, vielleicht auch noch Wanderungen über verschneite Berge. Und abends sitzt man mit einem heißen Tee oder Grog in einer Berghütte, am besten vor einem gemütlichen Kaminfeuer.

Jens Ottoson - Shutterstock - Zelt

© Jens Ottoson / Shutterstock

Seine Winterferien so zu verbringen, ist nicht umsonst ein Klassiker. Doch auch eine andere Art von Urlaub, die man eigentlich eher aus dem Sommer kennt, wird in der kalten Jahreszeit immer beliebter: Das Übernachten im Zelt. Zunächst mag sich das furchtbar ungemütlich anhören, mit der richtigen Ausrüstung macht das Camping aber genauso viel Spaß wie bei höheren Temperaturen. Was Sie dabei beachten müssen, erfahren Sie hier.

Das Zelt standsicher aufbauen

Im Sommer haben Sie sicher schon öfters ein Zelt aufgebaut. Damit es auch auf einem verschneiten Berg sicher steht, müssen Sie im Vergleich dazu ein paar Dinge anders machen.

Als erstes bereiten Sie die Fläche, auf der das Zelt später stehen soll, vor. Das bedeutet, dass Sie sie entweder mit den Füßen oder einer Schneeschaufel möglichst gleichmäßig festtreten. So entsteht eine Ebene, auf der Sie dann bequem schlafen können.

Auch wenn Sie einen festen Untergrund geschaffen haben: Die Heringe wie gewohnt in den Boden zu treiben reicht bei Schnee nicht aus. Stattdessen müssen Sie sie einige Zentimeter tief eingraben, und zwar quer. Nur so stellen Sie sicher, dass das Zelt nicht weggeweht wird. Noch sicherer steht das Zelt, wenn Sie anstelle der Heringe Packsäcke verwenden, die Sie mit Schnee füllen und anschließend eingraben. Als zusätzliche Absicherung können Sie auch Schneeschuhe oder Skistöcke verwenden.

Bauen Sie das Zelt so auf, dass der Eingangsbereich vom Wind abgewandt ist. Wenn es eine geräumige Apsis hat, können Sie darin auch eine Grube ausheben. So haben Sie mehr Platz für Ihr Gepäck und können bequemer sitzen. Halten Sie aber genügend Abstand zum Außenzelt und graben Sie auch nicht auf der gesamten Fläche, so dass Sie noch Platz für die Zeltküche haben.

So verhindern Sie, dass Sie nachts frieren

Die niedrigen Temperaturen auf einem winterlichen Berg wirken auf den ersten Blick abschreckend. Um trotzdem gemütlich schlafen zu können, reichen aber ein paar wenige Maßnahmen aus.

Das Wichtigste ist die richtige Ausrüstung beim Skiurlaub. Nur wenn Sie einen auch für Minusgrade geeigneten Schlafsack und eine entsprechende Iso-Matte verwenden, lässt es sich im Winter im Zelt aushalten.

Damit alleine ist es jedoch häufig nicht getan. Folgende Tipps werden Ihnen dabei helfen, auch bei empfindlicher Kälte erholsam zu schlafen:

  • Legen Sie Kleidung unter die Iso-Matte. Das sorgt für zusätzliche Isolation, so dass weniger Kälte vom Boden nach oben kriecht.
  • Eine sogenannte Dampfsperre, also ein wasserdichter, großer Sack aus synthetischem Material, sorgt dafür, dass das Innenfutter des Schlafsacks nicht feucht wird. So wird Wärmeverlust verhindert.
  • Ziehen Sie die Kapuze Ihres Schlafsacks bis auf ein kleines Atemloch zu.
  • Wenn Sie an den Füßen besonders schnell frieren, sollten Sie eine Daunen- oder Fleecejacke über das Fußende spannen. Alternativ können Sie auch eine Trinkflasche mit warmem Wasser füllen, mit einem T-Shirt umwickeln und als behelfsmäßige Wärmflasche verwenden.
  • Wenn Sie all diese Dinge berücksichtigen, steht einem winterlichen Campingurlaub nichts mehr im Wege. Probieren Sie es aus – diese neue Seite des Winterurlaubs wird Sie garantiert beeindrucken.

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