Das Nordlicht - Wenn die Natur farbige Schleier an den Himmel malt

In den nördlichen Ländern lässt sich noch bis März ein faszinierendes Naturspektakel beobachten: Das Nordlicht, das den Himmel in strahlendes Gelb, Grün, Rot oder Blau taucht - und dabei so aussieht, als hätte eine übernatürliche Kraft das Firmament mit einem gigantischen Pinsel angestrichen.

Göttliche Zeichen am Firmament

Das Polarlicht - in der nördlichen Region tritt es als Nordlicht auf, am Südpol als Südlicht - hat die Menschen seit Jahrtausenden beschäftigt, als ältester Bericht über das Naturphänomen gilt eine mehr als 2.500 Jahre alte babylonische Keilschrift, die ein ungewöhnlich starkes rotes Leuchten am Himmel beschreibt. Lange Zeit deuteten die Menschen die farbigen Schleier als Handlungen von Göttern oder Geistern, etwa als Kämpfe oder Tänze der überirdischen Wesen. Auch als Mitteilungen an die Menschen wurde das Polarlicht interpretiert, noch im Mittelalter galt es in Europa als Ankündigung kommenden Unheils.

Das Polarlicht wissenschaftlich erklärt

Ab dem achtzehnten Jahrhundert begann man dann, sich der Himmelserscheinung wissenschaftlich anzunehmen. Aber erst 1867 konnte der schwedische Astronom und Physiker Anders Jonas Angström das Leuchten korrekt erklären: Polarlicht entsteht, wenn die Sonne elektrisch geladene Teilchen (Elektronen und auch Protonen) ausstößt und diese als von Magnetfeldern umgebener Sonnenwind in die oberste Schicht der Erdatmosphäre eindringen. Dort prallen die Partikel auf Gasmoleküle wie Sauerstoff oder Stickstoff, ihre Bewegungsenergie wird dabei in Licht umgewandelt. Nordlichter in all ihrer Schönheit beobachten

Polarlichter können verschiedene Farben haben und dabei auch mehrfarbig auftreten. Grünes und rotes Leuchten wird von Sauerstoffatomen hervorgerufen, violettes und blaues Licht von Stickstoffatomen. Man unterscheidet vier Arten von Polarlicht: Das Phänomen kann die Form einer Corona, also eines runden oder ovalen Kranzes, von Vorhängen, von ruhigen Bögen und von Bändern haben. Polarlichter treten in der Regel ab 66,5 Grad nördlicher und südlicher Breite auf. Beobachten lässt sich das Himmelsspektakel in den Monaten September bis März, in Europa sind Island, die nördlichen Regionen Skandinaviens, der Norden Schottlands und Grönland gelten dabei als die besten Gebiete. Der Anbieter TUI Wolters Reisen hat diverse Skireisen im Programm, in deren Rahmen man sich auf die Spuren des Himmelsleuchten macht und das beeindruckende Naturspektakel aus nächster Nähe erleben kann. Ein unvergessliches Erlebnis, live und in Farbe - im wahrsten Sinne des Wortes.

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